Packendes Duell der Suzuki Piloten

MotoGP Weltmeisterschaft Sachsenring, 12. Juli

Die beiden Suzuki Ecstar Piloten begeisterten die Zuschauer beim Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring mit einem packenden Zweikampf.

Der Deutsche Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring war für das Suzuki Ecstar Team ein ganz besonderer Event, denn neben dem sportlichen Anlass wurde auch das 30-jährige Jubiläum der Suzuki GSX-R gefeiert. Anlässlich dieses besonderen Jahrestages wurden die GSX-RR Werksmaschinen mit einer speziellen Lackierung an den Start gerollt, die an das legendäre Design der ersten GSX-R erinnerte. Auch die gesamte Mannschaft inklusive Fahrer, Mechaniker und aller Teammitglieder traten in spezieller Bekleidung im Achtzigerjahre-Look auf und erinnerten somit an die Geburt der Supersport-Legende Suzuki GSX-R.

Aus sportlicher Sicht, stellte der Sachsenring kein einfaches Pflaster dar, denn das Suzuki Ecstar Team hatte keine Daten von Tests oder früheren Renneinsätzen, auf die man zurückgreifen hätte können. Deshalb gestaltete sich das Finden eines optimalen Renn-Setups schwierig und nahm deutlich mehr Zeit als gewöhnlich in Anspruch.

In der Qualifikation gelang Aleix Espargaró mit der siebten Zeit zwar der Sprung in die Top Ten, sein Teamkollege Maverick Viñales musste sich jedoch mit dem 12. Platz zufrieden geben und ging dementsprechend am Sonntag aus dem Mittelfeld ins Rennen. Nach einigen turbulenten Runden in der Anfangsphase, reihten sich die beiden Suzuki-Piloten ab Halbzeit des Rennens direkt hintereinander ein und kämpften in den letzten Runden spektakulär um den zehnten Platz.

Satoru Terada - Projektleiter:
"Das war ein hartes Wochenende für uns. Wir hatten Probleme ein gutes Setup zu finden und den Fahrern somit ein gutes Gefühl auf dem Motorrad zu vermitteln. Deshalb ist das Wochenende nicht so gut für uns gelaufen wie die letzten Rennen. Espargaro hatte vor allem in den langsamen Kurven kein gutes Gefühl für das Vorderrad, während Viñales über Probleme mit der Haftung des Hinterrades und beim Beschleunigen klagte. Wir dachten eigentlich, dass der Sachsenring ein gutes Pflaster für uns sein wird, aber letzten Endes hatten wir dort viel mehr Probleme als erwartet. Wir wissen, dass wir Schwierigkeiten bei der Beschleunigung haben und unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an Lösungen. Sehr hilfreich wird dabei das übergangslose Getriebe sein, dass wir hoffentlich schon bald einsetzen können. Das wird nicht nur die Rundenzeiten senken, sondern auch das Vertrauen unserer Fahrer ins Motorrad stärken."

Aleix Espargaró:
"Wir haben das ganze Wochenende über Probleme gehabt, ein geeignetes Setup zu finden. Ich habe mich in langsamen Kurven sehr unwohl gefühlt und wir haben letztlich keine Lösung dafür gefunden. Letzten Endes bin ich aber froh, dass ich im Rennen in den Top Ten gelandet bin. Ich bin dafür einige Risiken eingegangen, durfte aber auch nicht zu waghalsig fahren, denn ich muss an die Weltmeisterschaft und vor allem an unser Entwicklungsprojekt denken. Wir werden diese Woche in Misano so viel wie möglich testen, um weitere Fortschritte zu erzielen."

Maverick Viñales:
"Am Ende des Tages habe ich den Zweikampf mit Aleix richtig genossen. Ich bin stolz, dass ich so eng mit ihm um den zehnten Platz kämpfen konnte, denn er ist letztlich der Maßstab für mich. Er sitzt auf dem gleichen Motorrad, verfügt aber über viel mehr Erfahrung. Aber so viel Spaß der Zweikampf auch gemacht hat - am Ende des Tages hätten wir beide lieber weiter vorne gegen andere Fahrer gekämpft als gegeneinander um Platz 10. Ich hatte im Rennen die gleichen Probleme wie schon zuvor das ganze Wochenende über. Ich fand einfach keinen Grip am Hinterrad und hatte beim Beschleunigen sehr viel Wheelspin. Ich hoffe, dass wir beim Test in Misano Fortschritte machen und Erkenntnisse gewinnen, mit denen die Techniker das Motorrad weiter verbessern können. Damit wir noch wettbewerbsfähiger in die zweite Saisonhälfte starten können."

Das nächste Rennen zur MotoGP-Weltmeisterschaft findet am 9. August in Indianapolis/USA statt.

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